Veganes Proteinpulver im Check

Mittlerweile stehen immer mehr vegane Proteinpulver zur Auswahl und immer mehr Hersteller drängen mit neuen Produkten auf den Supplement Markt, die alle eine hervorragende Qualität versprechen. Damit du den Überblick behältst, haben wir verschiedene pflanzliche Eiweißpulver getestet und teilen hier unsere Erfahrungen. Natürlich sind solche Supplement Bewertungen immer subjektiv – was wir dir aber garantieren können: In unserer unabhängigen Topliste findest du ausschließlich selbst geprüfte Produkte, die wir guten Gewissens weiterempfehlen können. Was ein gutes veganes Proteinpulver ausmacht und was du vor dem Kauf sonst noch wissen solltest erfährst du in unserm Ratgeber.

Die 3 besten veganen Proteinpulver im Überblick

Diese veganen mehrkomponenten Proteine haben es aufgrund ihrer Qualität und ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis in unser Ranking geschafft.

Rocka Nutrition Vegan Protein THE VEGAN | Erbsenprotein + Reisprotein 1kg (Vanilla Cookie)
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Ratgeber: Das solltest du über veganes Proteinpulver vor dem Kauf wissen

Welche Vor- und Nachteile hat pflanzliches Proteinpulver?

Mit vegetarischer Ernährung Muskelmasse aufzubauen schaffen die Meisten – immerhin gibt es noch Milchprodukte und Ei als tierische Proteinlieferanten, die als Proteinpulver ohne Frage die Beliebtesten sind. Kein wunder also, dass viele Sportler bei Proteinpulver unweigerlich an Whey und Casein denken, die als Nahrungsergänzungsmittel auch außerhalb der Fitness-Szene zunehmend Verwendung finden. Veganes Proteinpulver ist hingegen noch nicht weit verbreitet und schon mit Vorurteilen und Irrtümern behaftet. Dabei ist pflanzliches Proteinpulver nicht nur für Veganer interessant: Auch für Sportler die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien leiden eignet es sich ideal um einen erhören Proteinbedarf zu decken.

Tierisches vs. veganes Proteinpulver

Die Unterschiede zwischen den Proteinquellen im Überblick:

Aminosäureprofil:

Whey Protein bietet ein komplettes Aminosäureprofil, veganes Proteinpulver aus nur einer Komponente kann hingegen kein vollständiges Aminosäureprofil aufweisen. Dieses ist jedoch erforderlich um die Muskeln zum Wachsen zu animieren. Daher ist es wichtig verschiedene pflanzliche Proteinquellen zu kombinieren, um ein stimmiges Verhältnis der einzelnen Aminosäuren zu erreichen. Aus diesem Grund liegt der Fokus in unserem Ranking auf mehrkomponenten Proteinpulvern.

Geschmack:

Protein Shakes aus Molke stehen bei vielen Fitness-Sportlern weit oben auf den Listen ihrer Lieblingsspeisen, vegane Pulver findet man dagegen selten auf den ersten Plätzen. Gerade Erbsen- und Hanfprotein sind geschmacklich gewöhnungsbedürftig. Der Geschmack lässt sich mit Früchten, Nüssen oder Gemüse jedoch sehr gut überdecken.

Konsistenz und Löslichkeit:

Bei Konsistenz und Löslichkeit kommt es ganz auf die Aufbereitung des Produktes an – Proteinpulver aus tierischen Quellen kann ebenso klumpen wie pflanzliche Varianten. Veganes Proteinpulver kann tendenziell etwas mehliger oder sandiger sein, das trifft jedoch bei weitem nicht auf alle Produkte zu.

Verträglichkeit:

Veganes Proteinpulver wird generell besser vertragen, gerade bei einer Laktose- oder Glutenunverträglichkeit. Aber auch ohne diese können Whey und Co. zu Übelkeit und Magenschmerzen führen, was bei pflanzlichen Produkten deutlich seltener auftritt.

Muskelaufbau mit pflanzlichem Eiweiß

Veganes Proteinpulver schneidet beim Muskelaufbau trotz der geringeren biologischen Wertigkeit nicht schlechter als tierisches Eiweiß ab. Eine Studie aus dem Jahr 2013 konnte belegen, dass Reisprotein eine vergleichbare Effizienz wie Whey Protein besitzt. Generell gilt: Je ähnlicher das Protein dem menschlichen Eiweiß ist, desto besser kann es vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Die dem Menschen deutlich näher verwandten tierischen Proteine haben daher eine höhere biologische Wertigkeit als die Pflanzenproteine. Dennoch ist es problemlos möglich, den eigenen Eiweißbedarf über eine rein pflanzliche Ernährung zu decken. Zudem erhöht die Kombination von mehreren pflanzlichen Eiweißlieferanten, wie Reis und Erbsen, die biologische Wertigkeit beziehungsweise die Bioverfügbarkeit der Proteine.

Pflanzliche Proteinsorten im Überblick

  • Reisprotein: Es hat einen hohen Eiweißgehalt und enthält zudem viel Methionin und Cystein, Lysin ist hingegen nur in geringem Maße vorhanden. Geschmacklich ist Reisprotein fast neutral.
  • Hanfprotein: Hanfproteinpulver enthält nahezu alle wichtigen Aminosäuren, hat jedoch insgesamt einen vergleichsweise geringen (und dennoch nicht zu verachtenden) Proteingehalt. Durch sein abgerundetes Aminosäurenprofil ist es eine empfehlenswerte Ergänzung zu anderen veganen Proteinpulvern. Jedoch ist es geschmacklich nicht für jeden geeignet.
  • Erbsenprotein: Die Herkunft von Erbsenprotein ist dem Geschmack oftmals noch anzumerken, dafür bietet das Isolat einen sehr hohen Eiweißgehalt und ist reich an Lysin. Cystein und Methionin sind hier allerdings geringer, weswegen es eine ideale Ergänzung zu Reisprotein ist.
  • Veganes Mehrkomponenten Proteinpulver: Reis, Erbsen, Hanf, Sonnenblumen und Lupinen: All diese Komponenten haben verschiedene Vorzüge, die sich in einem Mehrkomponenten Proteinpulver ideal ergänzen können. So wird ein vollständiges Aminosäureprofil erreicht und die biologische Wertigkeit wird gesteigert.

Fazit

Pflanzliches Proteinpulver ist nicht nur für Veganer, sondern auch für Sportler die an einer nachhaltigen Lebensweise interessiert sind eine gute Alternative zu Whey und Casein. Die Kombination mehrerer pflanzlicher Proteinsorten steht tierischen Proteinquellen in nichts nach. Zudem erzeugt veganes Protein generell weniger Beschwerden. Lediglich geschmacklich kann es (noch) nicht mit Whey Protein mithalten.