Hanfprotein im Test – was du über Hanfproteinpulver wissen solltest!

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Hanfprotein Ratgeber

Hanfprotein ist gerade in den letzten Jahren immer beliebter geworden – das liegt vor allen Dingen daran, dass die vegane Lebensweise stetig mehr Anhänger findet und so auch mehr Menschen auf der Suche nach veganen Proteinquellen sind.

Was aber bewegt Sportler dazu, zu Hanfproteinpulver zu greifen, statt sich mit den aktuellen veganen Protein-Bestsellern aus Reis und Erbsen anzufreunden?

Hier findet sich der Grund besonders bei den Mikronährstoffen, denn Hanfprotein ist eine wahre Nährstoffbombe. Damit ist diese Proteinsorte nicht nur ein guter Eiweißlieferant, sondern auch für die Mikronährstoffversorgung besonders gut geeignet.

Grund genug für uns, einmal auf die Vorteile von Hanfproteinpulver einzugehen und die wichtigsten Fragen zu beantworten.

Was macht Hanfprotein so besonders?

Zunächst einmal muss man hier auf das Aminosäureprofil hinweisen. Unter allen pflanzlichen Proteinpulvern kommt es dem menschlichen Protein am nächsten und kann damit entsprechend gut verwertet werden. Hanfprotein enthält im Detail alle für den menschlichen Körper essentiellen Aminosäuren. Das ist eine Besonderheit unter den veganen Proteinen und macht es damit für Veganer zur idealen Proteinquelle in Pulverform. Hier hören die Vorteile aber längst nicht auf:

Nicht nur als Proteinquelle macht sich Hanf gut. Auch wenn es um die Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren geht, ist es eine gute Wahl. Enthalten sind Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren in verhältnismäßig großer Menge, was bei pflanzlichen Proteinpulvern alles andere als selbstverständlich ist. Auch diese Fettsäuren sind für den Körper essentiell. Zudem wird ihnen eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

Enthalten sind in Hanfproteinpulver außerdem große Mengen Ballaststoffe. Knapp 20 Prozent eines Proteinpulvers bestehen daraus. Dadurch wirkt es verdauungsfördernd und sorgt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl.

Schließlich sind auch eine Reihe von Mikronährstoffen, darunter etwa Magnesium, Zink und Eisen, in hoher Menge vorhanden, was einem Mangel dieser wichtigen Stoffe vorbeugt.

Diesen Absatz können wir also ganz einfach zusammenfassen: Hanfprotein ist eine Nährstoffbombe und enthält neben dem hohen Eiweißanteil auch ungesättigte Fettsäuren und eine Reihe wichtiger Mikronährstoffe.

Enthält Hanproteinpulver THC?

Nein. Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach, denn es gibt unzählige verschiedene Hanfarten und die, aus denen Hanfprotein gewonnen wird, enthalten nicht das berauschende THC.

Übrigens: Zur Gewinnung werden die Hanfsamen gepresst, so dass Hanföl entsteht. Aus den nährstoffreichen Resten, die dabei zurückbleiben, wird dann durch weiteres Entziehen der Feuchtigkeit und Mahlen der Masse das Pulver gewonnen.

Hanfprotein Muskelaufbau

Hanfprotein und Muskelaufbau

Wie jedes andere Proteinpulver auch ist Hanfprotein für Sportler geeignet, die ihren täglichen Proteinbedarf nicht über die normale Ernährung decken können. Gerade das Vorhandensein aller acht essentiellen Aminosäuren ist dabei natürlich von Vorteil.

Im Vergleich zu anderen Proteinsorten hat Hanf beim Muskelaufbau keine bessere Wirkung, wie das ab und an einmal verbreitet wird. Es ist aber durch den hohen Ballaststoffgehalt und das Fehlen von Allergenen besonders gut verträglich.

Mögliche Auswirkungen auf den Testosteronspiegel

Gerade im Zusammenhang mit pflanzlichen Proteinen wird gerne von Auswirkungen auf den Testosteronspiegel berichtet. So hält sich etwa noch immer das Gerücht, Sojaproteine würden den Testosteronspiegel senken, obwohl wissenschaftliche Untersuchungen diese Aussage längst ins Reich der Märchen verbannt haben.

Bei Hanfprotein ist das Gegenteil der Fall: Durch den hohen Gehalt an Magnesium und Asparaginsäure, einer nicht-essentiellen Aminosäure, soll der Testosteronspiegel sogar erhöht werden. Leider fehlen hier aussagekräftige Studien oder Untersuchungen. Doch immerhin hat Hanfprotein in diesem Zusammenhang einen deutlich besseren Ruf als manch anderes vegane Protein.

Kann Hanfprotein beim Abnehmen helfen?

Wenn man sich zu dieser Aussage informieren will, stößt man auf teilweise wundersame Aussagen. Hanfprotein wird zum Diätmittel schlechthin emporgehoben und ihm werden Wirkungen nachgesagt, die größtenteils nicht nur nicht nachgewiesen, sondern in einigen Fällen sogar schlichtweg falsch oder zumindest stark übertrieben sind.

Deshalb im Klartext: Hanfprotein kann beim Abnehmen helfen, indem es zum einen das Decken des Proteinbedarfs erleichtert und damit den Verlust von Muskelmasse reduziert. Gleiches trifft jedoch auf nahezu jedes Proteinpulver zu.

Zum anderen ist die hohe Nährstoffdichte dafür verantwortlich, dass positive Effekte beim Abnehmen verstärkt werden können. Wie bereits erwähnt, sättigt Protein aus Hanf gerade durch den hohen Anteil an Ballaststoffen besonders gut und unterstützt dazu die Verdauung.

Hanfprotein ist in einer Diät also ein sinnvolles Supplement und hat außerdem zusätzliche Vorteile durch die enthaltenen Ballaststoffe. Ein Wundermittel ist es aber natürlich nicht.

Potentielle Nebenwirkungen

Proteinpulver und „Nebenwirkungen“ – ein leidiges Thema. Schließlich handelt es sich bei einem Proteinpulver um ein ganz normales Nahrungsmittel. Unter dem Begriff Nebenwirkungen sollte man also eher eventuelle Unverträglichkeiten verstehen.

Bei Hanfprotein können die am ehesten auftreten, wenn man eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen nicht gewohnt ist und dann plötzlich größere Mengen konsumiert. Hier kann es zu Beschwerden im Verdauungstrakt kommen, die sich aber auf Blähungen oder Durchfall beschränken.

Von wirklichen Nebenwirkungen kann auch im Zusammenhang mit Proteinpulver aus Hanf also nicht die Rede sein.

Für wen ist Hanfprotein geeignet?

Kurz gesagt: Für jeden Sportler, der sich vegan ernährt oder zumindest auf Proteinpulver auf Milchbasis verzichtet, ist diese Proteinsorte eine gute Alternative.

Natürlich profitieren auch nicht-vegane Sportler von den Vorteilen wie einem hohen Ballaststoffgehalt, den enthaltenen Mikronährstoffen oder auch ungesättigten Fettsäuren. Allerdings ist der Geschmack im Vergleich zu Milchproteinpulvern nicht wirklich konkurrenzfähig (dazu gleich mehr).

Wer also ohnehin ein veganes Protein sucht, der sollte sich Hanfprotein definitiv einmal genauer anschauen.

Hanfproteinpulver

Löslichkeit, Geschmack & Konsistenz von Hanfproteinpulver

Gerade haben wir es schon angedeutet: In Sachen Geschmack kann Hanfproteinpulver wie auch andere vegane Proteine nicht mit Whey oder Casein mithalten. Doch wie ist der Geschmack denn nun?

Die Löslichkeit ist zunächst einmal akzeptabel, aber keinesfalls mit der von Molkeprotein vergleichbar. Es ergibt sich vielmehr eine mehlige Konsistenz, da das Pulver sich nicht wirklich löst, sondern fein in der Flüssigkeit verteilt. Dabei ist es auch unerheblich, ob es sich um Wasser oder eine Pflanzenmilch handelt.

Als klassischer Proteinshake ist Hanfprotein damit nicht für jeden das richtige. Es eignet sich aber perfekt, um in Smoothies gemixt zu werden. Gemixt mit Früchten oder Haferflocken ist von der mehligen Konsistenz nicht mehr viel zu bemerken. Auch der leicht nussige Geschmack kann gut kombiniert oder überdeckt werden.

Produktempfehlung

Geschmacklich ist Hanfproteinpulver in reiner Form als Shake kein Highlight. Veganes Protein ist ohnehin erst in Kombination richtig gut, da sich so die enthaltenen Aminosäuren und Nährstoffe ergänzen.

Myprotein bietet mit dem Vegan Blend eine Variante an, in der Hanfprotein mit Proteinpulvern aus Erbsen und Reis kombiniert wird. Dazu kommen dann lediglich natürliche Aromen und Süßungsmittel. Durch diese Kombination erreicht Myprotein Vegan Blend nicht nur einen soliden Proteingehalt von rund 65 Prozent, sondern auch einen akzeptablen Geschmack (Schokolade) sowie ein optimales Aminosäureprofil. Ideal also für alle Athleten.

Auch wenn der Geschmack nicht jedermanns Sache ist, wird die Qualität dem Preis von rund zwanzig Euro pro Kilogramm am Ende gerecht.


Die beliebtesten Hanfproteine


Fazit

Was können wir abschließend zum Hanfprotein sagen? Lohnt es sich, diese Eiweißquelle zu nutzen? In unseren Augen definitiv, Wenn man ein veganes Protein sucht. Denn Hanfprotein überzeugt vor allen Dingen mit einer riesigen Bandbreite verschiedener Nährstoffe und einem für ein Pflanzenprotein sehr guten Aminosäureprofil. Dazu ist die Verträglichkeit generell sehr gut.

Beim Geschmack muss man dagegen Abstriche machen und auch der Preis ist im Vergleich zu Proteinen auf Milchbasis allgemein etwas höher. Unter den veganen Proteinpulvern ist Hanfprotein aber längst kein Geheimtipp mehr und für Sportler eine gute Wahl.

Hanfprotein im Test – was du über Hanfproteinpulver wissen solltest!
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